Alles Fußball!
Fußball in Kobersdorf
1925 – 1934
Schon in den frühen 20er Jahren waren die Burschen in Kobersdorf dem Fußballspiel verfallen. Einen richtigen Fußball gab es nicht, ein Fetzenlaberl musste herhalten. Auf der Au und der Teichwiese wurde eifrig Fußball gespielt. Der Wunsch der Jugend nach einem Fußballplatz war groß, aber das Fußballspielen galt damals als Luxus und war bei der älteren Bevölkerung eher ungern gesehen. Im Februar 1925 wurde endlich die Freudenbotschaft in den drei Volksschulen (damals gab es eine katholische, eine evangelische und eine jüdische Schule) verkündet: „Sie haben einen Fußballverein gegründet! Wir bekommen einen Fußballplatz!“ Die Gründungsväter des SV Kobersdorf waren zwar dem Fußballsport zugetan, hatten aber diesen Verein eher aus Interesse am Fremdenverkehr und aus geschäftlichen Gründen gegründet. Die ersten Dressen wurden durch eine Haussammlung organisiert: Schwarze Trikots mit breiten weißen Bruststreifen und weiße Hosen mit schwarzen Seitenstreifen (die Vereinfarben sind auch heute noch schwarz-weiß). Die Haussammlung war damals viel schwieriger als heute, weil Geld und Nahrung knapp waren und jeder zehnte mit dem Wort „Fußball“ nichts anzufangen wusste. 1929 wurde eine Pachtgenossenschaft der Landwirte gegründet und dank dem Forstmeister Ing. Martinkovitsch wurde ein Feldstück am Tendelfeld (heute Haydngasse) gepachtet. Dort wurde der erste Sportplatz errichtet. Vorerst mit der Längsseite dem Bach entlang und später (als mehr Platz vorhanden war) mit der Längsseite die Nikolausgasse entlang. Die Mitglieder des SV Kobersdorf legten auch eine Rodelbahn für den Winter an, die von der Lamplbergwiese bis zum Sportplatz führte. Kaum war der Fußballplatz fertig, wurde das erste Spiel der Kampfmannschaft ausgetragen. Der Gegner in diesem Freundschaftsspiel hieß damals Lockenhaus. Das Spielergebnis ist in den Vereinsunterlagen nicht mehr aufzufinden. Bekannt ist jedoch das Resultat des Rückspiels in Lockenhaus (deren Mannschaft bestand zu 90 Prozent aus der dort stationierten Zollwache) – 9:9 unentschieden.
1935 – 1959
1960 – 1974
Am Ende der Meisterschaft 1960/61 erreichte die ASKÖ Kobersdorf die neu gegründete 2. Liga Süd mit einem vierten Platz in der 1. Klasse B Mitte. Dies ist die höchste Spielklasse, die unser Verein je erreichte. Nach der Saison 1963/64 hieß es jedoch wieder Abschied nehmen und ab in die 1. Klasse B Mitte, nachdem unsere Mannschaft nur einen enttäuschenden vorletzten Platz erreichte. Am Ende der Saison 1966/67 erreichte man nur den achten Platz in der 1. Klasse B Mitte und wurde in die 2. Klasse A Mitte eingeteilt. 1971/72 gelang mit dem Meistertitel der erneute Aufstieg in die 1. Klasse A Mitte (von 18 Meisterschaftsspielen wurde nur ein einziges verloren). Die Reservemannschaft schaffte in den beiden Saisonen (1970/71 und 1971/72) den Meistertitel. Am Ende der Saison 1973/74 erfolgte dessen ungeachtet erneut ein Abstieg in die 2. Klasse A Mitte.
1975 – 1988
1975, zum 50jährigen Jubiläum, stellten Mitarbeiter des ASKÖ Kobersdorf und viele Helfer die Kabinen fertig. Der österreichische Rekordmeister SK Rapid Wien spielte beim Jubiläumsfest gegen den ASKÖ Kobersdorf.
In der Saison 1976/77 gelang den Spielern des ASKÖ Kobersdorf der dritte Meistertitel in unserer Vereinsgeschichte und zwar in der 2. Klasse A Mitte. Der Fanclub und Landeshauptmann Theodor Kery feierten dann gemeinsam mit der Mannschaft den Aufstieg in die 1.Klasse Mitte. Im selben Jahr trumpfte auch der Nachwuchs auf. Nach dem Juniorenmeistertitel in der Gruppe Mitte folgten ein zweiter Platz im Burgenland-Finale und Gold beim ASKÖ Bundessportfest in Linz und der erste Platz im Fairness-Wettbewerb aller Vereine der Gruppe Mitte. Im selben Jahr (3. Oktober 1976) fand auch das Spiel Burgenland gegen Tirol (Jugendauswahlmannschaften) in Kobersdorf statt.
1984/85 erreichte man den Jugendmeistertitel in der Unterliga B (SpG Kobersdorf/Sieggraben). Es folgte eine Periode in der sich die ASKÖ Kobersdorf solide im Mittelfeld der 1. Klasse Mitte halten konnte.
Leider machte sich nach und nach jedoch ein Abwärtstrend bemerkbar und es folgte 1988 der Abstieg in die 2. Klasse Mitte.
1989 – 2005
1988/89 Sieger im burgenländischen Schülercup, Schülermeister in der Mitte II „C“
1990 wurde das Kabinengebäude aufgestockt.
1991/92 U12-Meister in der Mitte II „A“
U14-Meister in der Mitte II „A“.
Werner Grössing Ehrenobmann auf Lebenszeiten
1992/93 stellte sich nach einem dritten Platz wieder der Erfolg ein.
1993/94 Nach dem letzten Spiel der Saison hallte es dann aus den Lautsprechern am Sportplatz: „Kobersdorf ist Meister!“ Nach umjubelten und kurzen 15 Minuten musste allerdings wieder revidiert werden: Raiding hatte es gegen Lackendorf in der letzten Minute doch noch geschafft Kobersdorf den Meistertitel abzunehmen. In derselben Saison holte man sich den U14-Meistertitel in der Mitte II „A“ (Spg Lackenbach/Kobersdorf).
1994/95 Erster Platz in der 2. Klasse Mitte unter Trainer Josef Bierbaumer Auch der Nach-wuchs machte in diesem Jahr auf sich aufmerksam: U14- Meister in der Mitte II „A“ (SpG Lackenbach / Kobersdorf / Ritzing). Nach dem Aufstieg hielt sich unsere Kampfmannschaft solide im Mittelfeld der 1. Klasse Mitte.
2000 Pünktlich zum 75jährigen Jubiläum konnte die Tribünenanlage und der Innenausbau des Klubraumes fertig gestellt werden.
2002 Ehrenobmann Werner Grössing wird die ASKÖ-Trophy verliehen.
2002/03 U11 und ein U12-Meistertitel (SpG Wepperdorf/ Kobersdorf/Oberpetersdorf/Tschurndorf).
2004 Fertigstellung des Anbaus mit den Heimkabinen. Josef Wukowitsch tritt nach 6 Jahren als Trainer der Kampfmannschaft zurück. An seiner Stelle steht nun Rene Strobl.
In den letzen 5 Jahren waren die Leistungen der Kampfmannschaft in den Meisterschaftsspielen eher wechselnd. Unsere Kicker schienen bei so manchem Spiel einzuschlafen, mitunter gab es aber auch Matches, in denen traumhafte Spielzüge und enormer Einsatzwille gezeigt wurden. Konstant blieb nur der Tabellenstand, Am Ende der Saison war der ASKÖ Kobersdorf stets irgendwo im Mittelfeld der 1. Klasse Mitte zu finden. Obmann Ing. Franz Steiner wurde 2004 in den ASKÖ- Landesvorstand gewählt.
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